Staupe im Rems-Murr-Kreis

 

Hundehalter aufgepasst: Staupe ist auf dem Vormarsch

Vermehrt mit Staupe infizierte Tierkadaver gefunden / Hundehalter werden zur Vorsicht aufgerufen

In den letzten Monaten wurden im Rems-Murr-Kreis vermehrt verendete Füchse aufgefunden. Einige Tiere wurden zur Untersuchung gebracht: Die Tiere waren an der Staupe erkrankt und sind in der Folge verendet. 

Die Staupe ist eine hochansteckende Viruskrankheit, an der Hunde, Waschbären, Frettchen, Marder, Dachse, Iltisse, Wiesel, Fischotter und Wölfe erkranken können. Die Krankheit äußert sich durch Abmagerung, Husten, Durchfall, Verhaltensauffälligkeiten und fehlende Fluchtreaktion. Auch Krämpfe oder Bewegungsstörungen und Hautveränderungen werden zum Teil beobachtet. In den meisten Fällen verläuft die Staupe tödlich. Tiere, die die Krankheit überleben, weisen bleibende Schäden, wie beispielsweise Lähmungen auf.  

Eine Gefahr besteht vor allem für Haushunde und ganz besonders für Jagdhunde bei Kontakt zu Füchsen. Daher sollte jeder Hundebesitzer seinen Hund ausreichend grundimmunisieren lassen und die Wiederholungsimpfungen nicht versäumen. Der Tierarzt kann hier beraten. Wer einen toten Fuchs findet, sollte die Gemeindeverwaltung informieren, außerhalb der Bebauung den Jagdpächter. 

Für Menschen und Katzen ist das Virus ungefährlich. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Die Erreger bleiben außerhalb des lebenden Organismus nur wenige Tage infektiös. Von gängigen Desinfektionsmitteln wird er sehr schnell deaktiviert, gegenüber Trocknung und Kälte ist er aber recht resistent. 

Von Oktober 2017 bis Anfang März 2018 wurden im Rems-Murr-Kreis 34 mit der Staupe infizierte Tiere gefunden, darunter 32 Füchse, ein Waschbär und ein Marder. Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Orte:  

Waiblingen:          9                                         Schwaikheim:              2

Schorndorf:          6                                         Allmersbach i. Tal.:      2

Berglen:               4                                         Winnenden:                 1

Fellbach:              2                                         Plüderhausen:              1

Kernen:                2                                         Alfdorf:                       1

Remshalden:        2

(ries/15.3.18) - Pressestelle Landratsamt Rems-Murr-Kreis